Donnerstag, 6. August 2020
... und noch eine Erwähnung auf unseen: Spectac!
Eine weitere Erwähnung findet sich in dem Artikel auf unseen:
Freitag, 24. April 2020
Weitere Erwähnung auf unseen64.net!
Vor einiger Zeit habe ich die renomierte Website www.unseen64.net kontaktiert mit Informationen über das eingestellte Videospiel 7Days, welches ich recherchiert hatte.
Nun haben die Jungs einen Artikel dazu veröffentlicht:
Donnerstag, 2. April 2020
Doom Eternal: PS4-Review auf Konsolenfieber!
Samstag, 15. Februar 2020
Samstag, 1. Februar 2020
Erwähnung auf unseen64.net!
Vor einiger Zeit habe ich die renomierte Website www.unseen64.net kontaktiert mit Informationen über das eingestellte Videospiel Project Revolution, welches ich recherchiert hatte.
Nun haben die Jungs einen Artikel dazu veröffentlicht:
Sehr informativ und lesenswert. Meine Empfehlung für die tolle Seite.
Dienstag, 31. Dezember 2019
Bereitsgezockt Games of the Year 2020: Plätze 10 bis 1!
Hier nun meine Top 10 des Jahres 2019:
1) A Plague Tale - Innocence (PS4)
erschienen am 14.05.2019
2) Resident Evil 2 (PS4)
erschienen am 11.01.2019
3) RingFit Adventure (Nintendo Switch)
erschienen am 18.10.2019
4) My Friend Pedro (Nintendo Switch)
erschienen am 20.06.2019
5) Catherine Full Body (PS4)
erschienen am 03.09.2019
6) Gibbous - A Cthulhu Adventure (PC)
erschienen am 07.08.2019
7) Metro Exodus (PS4)
erschienen am 15.02.2019
8) Star Wars: Jedi Fallen Order (PS4)
erschienen am 15.11.2019
9) Concrete Genie (PS4)
erschienen am 09.10.2019
10) Judgment (PS4)
erschienen am 25.06.2019
1) A Plague Tale - Innocence (PS4)
erschienen am 14.05.2019
Einschätzung: Ich hatte im Vorfeld mit vielem gerechnet, aber nicht unbedingt, dass dieses Abenteuer die Top-Platzierung meiner Jahresliste einnimmt. Mit seiner emotionalen Geschichte, starken Momenten und smarten Spielmechanik konnte mich kein anderer Titel derartig begeistern.
2) Resident Evil 2 (PS4)
erschienen am 11.01.2019
Einschätzung: Natürlich hätte ich das Original einmal nachgeholt, wenn nicht schon seit Jahren das Remake so sehr gewünscht und gefordert wurde. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern ganz im Gegenteil mit einem Meilenstein des Survival-Horrors belohnt. Grafik, Spielbarkeit und Präsentation wurden ordentlich aufgebohrt und übertraf wohl alle Erwartungen.
3) RingFit Adventure (Nintendo Switch)
erschienen am 18.10.2019
Einschätzung: Selbst für Nintendo ist es ein großes Wagnis, Spieletitel nur wenige Wochen nach der Ankündigung zu veröffentlichen, obendrein noch im Bundle mit Zusatzgeräten. Das motivierende Fitness-Rollenspiel ist genau das richtige für Sportmüffel wie mich und lockt mich nicht selten nach Feierabend kurzzeitig vor den Fernseher.
4) My Friend Pedro (Nintendo Switch)
erschienen am 20.06.2019
Einschätzung: Mein persönlicher Überraschungshit des Jahres. Am ehesten lässt sich der überdrehte Indie-Titel mit Max Payne vergleichen, wobei die Story trotz einiger absurden Höhepunkte stark in den Hintergrund gerät.
5) Catherine Full Body (PS4)
erschienen am 03.09.2019
Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Catherine kann man sich nur schwer entziehen. Die sexy Full Body Edition
geizt nicht mit ihren Reizen und spendiert sogar noch zusätzliche
Inhalte, die das Paket extra prall machen. Der ungewöhnliche Genre-Mix
hat nichts von seiner Faszination verloren und manifestiert den
Kultstatus."
6) Gibbous - A Cthulhu Adventure (PC)
erschienen am 07.08.2019
Einschätzung: Als Spieleplattform rückt der PC bei mir immer weiter in den Hintergrund, lediglich ein Titel konnte mich in den vergangenen Monaten für gewisse Stunden an den Monitor locken. Das kleine, sympathische Point-and-Click-Adventure ist sicherlich kein Genre-Highlight, dafür aber sehr kurzweilig und unterhaltsam.
7) Metro Exodus (PS4)
erschienen am 15.02.2019
Einschätzung: Der beste Ego-Shooter des Jahres. Grafik und Gestaltung der Spielwelt begeistern, für eine höhere Platzierung schwankt beim dritten (und womöglich letzten) Teil der Metro-Trilogie die Qualität von Story und KI zu stark. Teilweise passt das Gegnerverhalten eher zu einem Trash-Shooter ala Übersoldier & Co.. Schade.
8) Star Wars: Jedi Fallen Order (PS4)
erschienen am 15.11.2019
Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Star Wars Jedi: Fallen Order hat mich von der untypischen Ankündigung
bis hin zum Abspann nach dem Durchspielen überrascht. Erstaunt bin ich,
wie unpoliert und bewusst unkomfortabel der Titel daherkommt, sich
obendrein noch so großzügig bei anderen Spielen bedient und trotzdem so
viel Spaß macht. Als Gegenentwurf zu Games as a Service eine gelungene
Abwechslung und das vielleicht beste Star-Wars-Singleplayer-Abenteuer
seit The Force Unleashed und Republic Commando."
9) Concrete Genie (PS4)
erschienen am 09.10.2019
Einschätzung: Ein vergleichsweise kleines Action-Adventure schafft es mit seiner liebevollen Präsentation in mein Gedächtnis. Das Thema Mobbing wird in Videospielen noch immer stiefmütterlich behandelt, da ist dieses Spiel eine Ausnahme, die sehr behutsam mit dem Thema umgeht. Das Gameplay ist dabei simpel und schnell erlernt.
10) Judgment (PS4)
erschienen am 25.06.2019
Einschätzung: Das neue Spiel der Yakuza-Macher, welches mich auf hohem Niveau enttäuscht hat. Schließlich ist die Spielumgebung immer noch die gleiche und auch der Spielablauf hebt sich zu wenig ab von den Abenteuern um Kazuma Kiryu. Entlohnt wurde ich wiederum mit einer tollen Story und hochwertigen Zwischensequenzen.
Sonntag, 29. Dezember 2019
Bereitsgezockt Games of the Year 2020: Plätze 20 bis 11
Das Jahr neigt sich so langsam seine Ende entgegen, da darf meine persönliche Top 20 nicht fehlen. Hier nun meine Plätze 11 - 20:
11) Trials Rising - Gold Edition (Nintendo Switch)
erschienen am 26.02.2019
12) Shenmue III (PS4)
erschienen am 19.11.2019
13) Golf Peaks (Nintendo Switch)
erschienen am 14.03.2019
14) Remnant: From the Ashes (PS4)
erschienen am 16.08.2019
15) Into the Dead 2 (Nintendo Switch)
erschienen am 25.10.2019
16) Bear With Me (PS4)
erschienen am 31.07.2019
17) Vaporum (Nintendo Switch)
erschienen am 11.04.2019
18) Lines X (Nintendo Switch)
erschienen am 27.06.2019
Einschätzung: Neben Golf Peaks war Lines X für einen überschaubaren Zeitraum mein Zwischendurch-Game mit netten Knobeleien. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei immer fair, nur selten wurde es wirklich knackig. Ich würde es fast schon als anspruchslos bezeichnen.
19) Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 (Nintendo Switch)
erschienen am 08.11.2019
20) The Nightfall (Nintendo Switch)
erschienen am 28.11.2019
11) Trials Rising - Gold Edition (Nintendo Switch)
erschienen am 26.02.2019
Einschätzung: Als großer Fan von Trials Evolution freute ich mich sehr nach dem enttäuschenden Zwischenablegern über jede Menge verrückter Pisten und Herausforderungen. Für einige Stunden wurde ich auch gut unterhalten bis es dann schließlich doch zu schwer für mich wurde. Meine Motivation konnten nur das fragwürdige Belohnungssystem und die geringe Auswahl an Bikes bremsen. Sonst hätte es locker für die Top10 gereicht.
12) Shenmue III (PS4)
erschienen am 19.11.2019
Einschätzung: Im Prinzip mein Guilty Pleasure für dieses Jahr, denn objektiv betrachtet ist Shenmue III kein gutes Spiel, sondern wirkt an vielen Stellen wie ein Titel, der etwa vor 20 Jahren hätte erscheinen sollen. Und so ist es ja auch eigentlich, denn nachdem Shenmue I & II genau in diese Zeit passten und Konsolenspieler noch begeistern konnten, ist der über Kickstarter finanzierte Nachfolger einfach "nur" eine konsequente Fortsetzung der beiden Klassiker. Leider hat man es in der Entwicklung verpasst, die nötigen Modernisierungen vorzunehmen. So fühlt es sich doch aktuell sehr unkomfortabel und antiquiert an. Viele Elemente machen einfach keinen Spaß. Enttäuschend auch, dass die Story erst so spät in Gang kommt und dann doch relativ unbefriedigend endet.
13) Golf Peaks (Nintendo Switch)
erschienen am 14.03.2019
Einschätzung: Ein kleiner unscheinbarer Titel im Nintendo eShop für wenig Geld. Genau das richtige für zwischendurch. Die kleinen Knobeleien mit dem Golfball und der Auswahl an begrenzten Zügen sorgen für eine entspannende Stimmung und werden später durchaus anspruchsvoll mit wenigen Ausnahmen.
14) Remnant: From the Ashes (PS4)
erschienen am 16.08.2019
Einschätzung: Nein, ich werde wohl in diesem kein Fan mehr von Soulslikes, daran wird auch Remnant nichts mehr ändern. Trotzdem hat der etwas untergegangene Titel mein Interesse geweckt, weil er auf den Kampf mit Schusswaffen statt Nahkampf setzt. Für einige Stunden doch unterhaltsam, ist mir auch hier der Frustfaktor trotz einiger Entschärfungen etwas zu hoch, obwohl es schon einige Dinge besser macht als Dark Souls & Co..
15) Into the Dead 2 (Nintendo Switch)
erschienen am 25.10.2019
Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Into the Dead 2 ist eine vergleichsweise aktuelle Portierung für die
Nintendo Switch. Schon vor zwei Jahren konnte der Auto-Runner viele Fans
auf ihren Handys überzeugen. Zumindest im Handheld-Modus der
Hybrid-Konsole kann die Umsetzung zeitweise für Motivationsschübe
sorgen, mit seinen kurzen Abschnitten eignet es sich ideal für die
kleine Zockerei unterwegs. Techniche Mankos und die langweilige Story
trüben jedoch den Spielspaß."
16) Bear With Me (PS4)
erschienen am 31.07.2019
Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Bear With Me ist ein solider Vertreter seines Genres mit Stärken und
Schwächen. Die vornehmlich simplen Rätsel sowie das beinahe schon
provokant langsame Spieltempo vermiesen den interessanten Mix aus Film
Noir plus kindlich-naiver Plüschfantasie entscheidend.
Point-and-Click-Abenteuer-Fans dürfen einen Blick mit dem Knopfauge
riskieren."
17) Vaporum (Nintendo Switch)
erschienen am 11.04.2019
Einschätzung: Dieser Verteter seines Genres hatte mich schon bei seiner PC-Veröffentlichung zwei Jahre zuvor interessiert. Kurz nach der Verfügbarkeit für Nintendo Switch habe ich dann zugeschlagen und trotz einiger Hindernisse und den immer gleichen Gegnern hatte ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine gute Zeit. Die Rätsel habe ich unterschätzt.
18) Lines X (Nintendo Switch)
erschienen am 27.06.2019
19) Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 (Nintendo Switch)
erschienen am 08.11.2019
Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Das ist wohl der klassische Schnellschuss, der trotz großem Potenzial
nicht so richtig zünden will. Bis zu den Olympischen Sommerspiele ist es
noch eine ganze Weile hin, die Entscheidung im Hinblick auf das
Weihnachtsgeschäft unbedingt vorher zu veröffentlichen geht auf Kosten
der Qualität. Ein halbes Jahr zusätzlicher Entwicklungszeit hätten dem
Produkt sicher nicht geschadet. In der aktuellen Verfassung ist das
Sportspiel trotz gewohntem Charme eine Enttäuschung: Fehlende Wettkampf-
und Turniermöglichkeiten, ein verschenkter Story-Modus, leere
Online-Server sowie viele uninspirierte Sportarten, die genauso bereits
vor über 30 Jahren spielbar waren. Nur für knallharte Fans des Mario-
und Sonic-Universums."
20) The Nightfall (Nintendo Switch)
erschienen am 28.11.2019
Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Hier könnte auch unser Fazit zu Pineview Drive stehen, denn The
Nightfall scheitert ebenso am Grundkonzept. Spielerisch, grafisch und
handlungstechnisch bewegt man sich auf ganz dünnem Eis. Statt Grusel
gibt es Fremdschäm-Momente am Fließband. Doch kleinste Lichtblicke sind
erkennbar. Handwerkliche Fehler konnten reduziert werden und
Interaktionsmöglichkeiten sind nun deutlich umfassender, auch wenn
Neugier und Forschungsdrang wegen dem schwachen Design schnell
verpuffen. Die Idee mit den Arcade-Klassikern ist hingegen nett."
Dienstag, 26. November 2019
Donnerstag, 21. November 2019
Freitag, 18. Oktober 2019
Into the Dead 2: Review auf Konsolenfieber
Sonntag, 8. September 2019
Freitag, 9. August 2019
Bear With Me: Review auf Konsolenfieber
Dienstag, 25. Dezember 2018
Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und Ausblick auf 2019!
Hallo liebe Leser,
leider war es hier gesundheitsbedingt etwas ruhiger in diesem Jahr. Trotzdem möchte ich allen Lesern und Besuchern noch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.
Für Anfang 2019 ist bei mir eine Reha geplant nach der erfolgreichen Operation und dann geht es irgendwann im nächsten Jahr hoffentlich in gewohnter Frequenz weiter. Hier haben sich jedenfalls viele Spiele angesammelt und meine Tätigkeit bei Konsolenfieber möchte ich auch gerne wieder aufnehmen.
Grüße
Chris
Mittwoch, 5. Dezember 2018
Die besten Videospiele 2018 im Video
Ich habe mich mal drangesetzt und meine persönliche TOP 10 der besten Videospiele des Jahres in einem Video zusammengefasst:
Dienstag, 23. Oktober 2018
Vampyr (PS4-Review)
Genre: Action-Rollenspiel
Erschienen: 5. Juni 2018 für PC, PS4, Xbox One
Alterseinstufung: USK ab 16
Kaum ein Entwicklerstudio schafft mit vergleichsweise
geringen Mitteln so viel Wirkung wie zuletzt Dontnod. Galt Remember Me im Jahr
2013 noch als Geheimtipp, war bereits Life Is Strange der große Wurf. Mit dem
Action-Rollenspiel Vampyr wird die positive Tendenz weiter konsequent
fortgeführt.
Videospiele mit düsterem Vampir-Setting haben eine lange
Tradition und werden durch gelungene Vertreter der Vergangenheit meist mit
Spannung erwartet, beispielsweise Legacy of Kain oder Vampire: Bloodlines.
Zuletzt zeigten sich die thematischen Auseinandersetzung jedoch arg blutleer,
etwa bei DARK. Eines vorneweg: Auch Vampyr ist keine AAA-Produktion mit hohem
Budget, sondern ein von den Entwicklern selbst bezeichneter AA-Titel. Und was
soll man sagen: Egal! Es hat Vampyr nicht geschadet, trotz der unübersehbaren
Ecken und Kanten. Die Auseinandersetzung mit vielen mysteriösen Vampir-Themen
motiviert bis zum Ende.
Schon die Ausgangslage ist nicht längst nicht so
ausgelutscht wie befürchtet sondern erstaunlich frisch. Als Jonathan Reid kehrt
man im Jahr 1918 aus dem 1. Weltkrieg zurück ins ungemütliche London. Hier
grassiert aktuell die verheerende Spanische Grippe, eine Pandemie, die
tatsächlich im frühen 20. Jahrhundert viele Millionen Todesopfer forderte. Unsere
Spielfigur plagen aber erstmal ganz andere Probleme, schließlich erwacht er
völlig entkräftet in einem ausgehobenen Massengrab und wird vom Blutdurst durch
die Straßen getrieben. Das erste Opfer seiner Verwirrung lässt nicht lange auf
sich warten. Tragischerweise muss seine Schwester Mary den Hals hinhalten.
Diese Tat lässt Reid fortan nicht mehr los und so bleibt die
eigene Familie ein wichtiger Strang in der vielschichtigen Hauptgeschichte. Der
Hauptcharakter sucht aber auch fortan nach seinem Erzeuger, als derjenigen
Person, die ihn diesen Fluch auferlegt hat. Außerdem macht er recht früh die
Bekanntschaft mit Dr. Edgar Swansea. Dieser weiß um die bekannten chirurgischen
Kenntnisse des Vampirs und heuert ihn kurzerhand im nahe gelegenen Pembroke Hospital
an, um seine Forschungen bezüglich Bluttransfusionen und Organtransplantationen
voranzutreiben. Schließlich hat die Stadt nicht nur mit der Spanischen Grippe
zu kämpfen, sondern auch mit einer unübersehbaren Ausbreitung von Vampirismus.
20 bis 40 Stunden Spielzeit sollte man für Vampyr einplanen.
In dieser kurzweiligen Zeit schaffen es die Entwickler wiederum mit
interessanten Charakteren, überraschenden Story-Wendungen sowie der
beklemmenden Atmosphäre zu punkten. Zwischensequenzen werden entweder in
Spielgrafik oder durch wenige animierte Schnipsel präsentiert. Auch in diesem
Werk werden unangenehme Themen aufgegriffen, etwa Rassismus, Homophobie oder Kriegstraumata.
Insgesamt bleibt die Stimmung ernst und der Tenor ruhig.
Im Kern ist das Spiel ein Action-Rollenspiel aus der
übersichtlichen Schulterperspektive. Für erfolgreich absolvierte Aufträge oder
Kämpfe werden Erfahrungspunkte gutgeschrieben. In neue Fähigkeiten können diese
aber erst nach einer erholsamen Ruhepause investiert werden. Der Talentbaum ist
relativ übersichtlich und bietet solide Möglichkeiten zur Charakterentwicklung.
Die Auftraggeber nehmen eine wichtige Rolle ein, schließlich werden neue
Dialoge erst dann offenbart, wenn gewisse Informationen gefunden werden. So
taucht man noch tiefer in die kompakte Spielwelt mit seinen vier Distrikten
ein, um die Geheimnisse der Figuren zu ergründen. Wer sich mit den Bewohnern
beschäftigt, hat es dann leichter, sich in London zurecht zu finden und erlebt
obendrein erstaunliche Schicksale anstatt langweiliger Statisten-Floskeln. Hier
hebt sich Vampyr angenehm von Genre-Konkurrenten ab, auch weil die
Entscheidungsfindungen und die damit verbundenen starken Auswirkungen nicht auf
einen Bierdeckel passen. Bewundernswert dabei ist noch zu erwähnen, dass
Beziehungen zwischen den Bewohnern erkennbar sind.
Ohnehin hat es der normale Schwierigkeitsgrad bereits in
sich, weshalb ein so genannter Story-Modus nachgereicht wurde, der die
Überlebenschancen erhöht. Für Hartgesottene, die bereits erfolgreiche
Erfahrungen mit Titeln wie Bloodborne oder Dark Souls sammeln konnten, gibt es
den Hardcore-Modus. Letztendlich steht der Hauptprotagonist regelmäßig vor
konsequenten Entscheidungen, Figuren für eine große Anzahl an Erfahrungspunkten
auszusaugen oder im Gegenteil zu verschonen sowie mit selbst hergestellten
Medikamenten zu versorgen. Diese kann Dr. Reid mit den eingesammelten Zutaten
an Arbeitstischen herstellen. Schließlich wirkt sich die Spielweise auf die
Zustände der einzelnen Bezirke aus. Ausgesaugte oder kranke Personen haben
negative Auswirkungen, an dieser Stelle erscheinen deutlich mehr Feinde in Form
von Vampirjägern und Bestien, die regelmäßig angreifen und respawnen. Das
Kampfsystem punktet mit den Vampireigenschaften sowie einem überschaubaren
Repertoire an aufrüstbaren Einhand-, Zweihand- oder Feuerwaffen.
Story und Gameplay überzeugen also auf ganzer Linie.
Technisch fehlt Vampyr aber ein wenig der Biss. Die bekannte Unreal-Engine
zeichnet ein düsteres Bild, weil das Geschehen ausschließlich bei Nacht
stattfindet. Ärgerlich sind viele kleine Ladepausen, die dreckige Spielwelt
wirkt dadurch stellenweise etwas fragmentiert. Als störend empfinde ich einige
unlogische Levelbegrenzungen und scheinbar unüberwindbare Hürden, ein Vampir
sollte sich schließlich etwas freier bewegen können. Dafür sind die wichtigsten
Charaktere trotz einer gewissen hölzernen Mimik schön detailliert dargestellt.
Die englische Sprachausgabe (deutsche Texte) ist gut und steht dem
stimmungsvollen Soundtrack in nichts nach.
Machen wir es kurz und schmerzlos: Vampyr ist für mich das
beste Blutsauger-Videospiel seit Vampire: Bloodlines und der
Legacy-of-Kain-Reihe. Das solide Action-RPG-Gerüst begeistert mich mit
tiefgründigen Figuren und ihren Beziehungen untereinander sowie der starken
Story. Ein durchdachtes Highlight des Spieljahres 2018.
Donnerstag, 4. Oktober 2018
Rage (PS3-Review)
Erschienen: 7. Oktober 2011 für PC, PS3 und Xbox360
Genre: Ego-Shooter
Alterseinstufung: USK ab 18
Wenn die Macher von Doom und Quake ein Auge auf das Endzeit-Rollenspiel-Reihe Fallout werfen, kommt so etwas wie Rage dabei heraus. Im Jahr 2011 erschien der Ego-Shooter mit vielen Vorschusslorbeeren, der dann aber doch schnell nach der Veröffentlichung wieder in der Versenkung verschwand.
Story war noch nie die Stärke von id Software, doch was den Spielern bei einer komplett neuen Marke vorgesetzt bekommen, ist so beliebig und sicherlich einer der Hauptgründe, weshalb heute eigentlich niemand mehr über das Spiel spricht. Ein Asteroid hat den Erdplaneten verwüstet, die Hauptfigur erwacht 106 Jahre nach der verheerenden Katastrophe aus dem Kryoschlaf und wird direkt angegriffen. Nach der Rettung werden die verbliebenen Siedlungen und Städteruinen des Ödlandes besucht. Der blasse Überlebende ohne jegliche Charaktertiefe übernimmt fortan Aufträge der langweiligen Bewohner und stellt sich Banditen, Mutanten und der Regierung entgegen. Nach 10 bis 15 Stunden ist der Solopart beendet und von der unspektakulären Geschichte ohne Höhepunkte bleibt wirklich nicht viel Gedächtnis. Schade, bei offensichtlichen Vorbildern wie Fallout oder Mad Max.
Dabei ist das Gameplay im Grundkern absolut kompetent. Als Ego-Shooter fühlen sich die zahlreichen Ballereien absolut kernig und handfest an, auch der präzisen Steuerung sei Dank. Im Vergleich zu den bisherigen Titeln aus dem Hause öffnet sich die Spielumgebung und lädt zumindest theoretisch zu Erkundungstouren ein. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit, wenn es abseits der Missions-Wegpunkte so gut wie überhaupt nichts zu sehen oder zu tun gibt. Vergleichsweise sind die Schauplätze auch eher kompakt und können in keiner Weise mit der Größe oder Weitläufigkeit von Titeln wie Fallout, Just Cause und Konsorten mithalten. Optionale Nebenaufgaben sind langweilig und motivieren nicht. Hier vernachlässigt das Spiel seine Kampffahrzeug-, Rennspiel- und Rollenspiel-Elemente stark. Leider wirkt alles relativ oberflächlich und die offene Schlauchwelt entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als Mittel zur Streckung der Spielzeit. Im Fokus stehen immer knackige Ego-Shooter-Passagen, die aber ausschließlich in den streng linearen Abschnitten stattfinden. Doch auch hier geizt Rage mit Höhepunkten und so dümpelt das Spiel ohne erkennbare Spannungskurve vor sich hin.
Zum Testzeitpunkt sind die Server des Mehrspielerparts verwaist. Ohnehin werden hier auch nur zwei Modi geboten. Beim Road Rage treten bis zu vier Spieler in Arenen gegeneinander in ihren Fahrzeugen an. Legends of the Wasteland umfasst 9 kooperative Missionen. Aufgrund dieser Einfallsarmut also kein Wunder, dass hier nichts mehr los ist. Das war sicherlich auch schon kurz nach Erscheinen der Fall.
Technisch punktet der Titel dank id Tech 5 immer noch sehenswert mit vielen Details und ordentlichten Texturen, die aber zumindest auf der betagten Konsole immer wieder durch sichtbare Nachlade-Orgien unterbrochen werden. Die Schauplätze sind dem Setting geschuldet farbfarm und wenig abwechslungsreich. Hin und wieder gesellen sich Grafikruckler hinzu. Sound, Musik und Sprachausgabe sind nicht zu beanstanden, aber auch hier bleibt einfach viel zu wenig hängen.
Fazit: Rage ist ein grundsolider Ego-Shooter, der seine Möglichkeiten nicht im Geringsten ausschöpft. Story, Spielablauf und Design enttäuschen auf ganzer Linie. Ein durch und durch mittelmäßiger Titel.
Montag, 1. Oktober 2018
Neuer Header!
Nicht schön, aber selten! Ich präsentiere den neuen Header für den Blog, gleichzeitig meine ersten Versuche mit Photoshop:
Die Figuren von links nach rechts: Garrett (Thief / Dark Project), Rufus (Deponia), Amaterasu (Okami), Cutter Slade (Outcast), Kazuma Kiryu (Yakuza).
Sonntag, 30. September 2018
Fundstücke: Eingestellte Games von Cauldron
Beim Stöbern auf Youtube bin ich zufälligerweise auf den Account CAULDRON4U gestoßen. Neben interessanten Entwicklungseinsichten zu ihren veröffentlichten Titeln, beispielsweise Chaser oder Battle Isle - Der Andosia-Konflikt, sowie Einblicken in die Historie ihrer Grafik-Engine finden sich außerdem eingestellte Projekte:
7Days
Das Fantasy-Rollenspiel war im Jahr 2001 angedacht.
Spectac
Die meisten Informationen offenbart das Material zu diesem Stealth-Taktik-Shooter, angesiedelt vor der Mars-Konoliasierung im Chaser-Universum. Das Hauptaugenmerk sollte auf spannenden Schleich-Passagen liegen und die Interaktion mit der Spielwelt sollte eine Rolle spielen. Das Videomaterial entstand in den Jahren 2004 und 2005.
Project Revolution
2008 befand sich ein Third-Person-Shooter in einer postapokalyptischen Welt in Entwicklung.
Dienstag, 21. August 2018
Vergessene Artikel: Ira (PC-Preview)
Dieses von mir verfasste Preview zum PC-Spiel "Ira" habe ich beim Stöbern wieder gefunden. Der Artikel stammt vom 13.02.2016 und basiert auf der Kickstarter-Demo (zum Download). Der Titel befindet sich seitdem weiterhin in Entwicklung. Für weitere Updates zum Projekt geht es hier zur offiziellen Steam-Seite: KLICK.
Verlinkungen wurden überarbeitet
Mittlerweile sind einige der Verlinkungen zu meinen Artikeln nicht mehr schön anzusehen. Aufgrund von Veränderungen der Internetseiten über die Jahre haben auch meine Artikel sehr gelitten, entweder durch unglückliche Formatierungen oder weil sie schlicht und ergreifend offline gegangen sind. Ich habe deshalb meine Sicherheitskopien als PDF/Bilddatei neu hochgeladen.
Im einzelnen betrifft dies folgendes:
- alle Kritiken auf Bereitsgesehen
- Review "Ruiner" auf Konsolenfieber
- alle Kritiken auf ps3-talk
- alle Kritiken auf Gamescrowd
- alle Kritiken auf Spielfalt
Alle Kritiken auf ps3inside sind zwar noch vorhanden, da werde ich aber alternativ die PDF hochladen im ursprünglichen Layout.
Im einzelnen betrifft dies folgendes:
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