Samstag, 13. November 2021

Das ABC der Videospiele: Alles, was Gamer über Videospielgeschichte wissen müssen

Am 21. Oktober 2021 erschien das verspielte Nachschlagwerk Das ABC der Videospiele im Lappan Verlag. Hauptverantwortlicher des 192 Seiten umfassenden Werks ist Gregor Kartsios, dessen Weg ich seit einigen Jahren interessiert verfolge. Erstmals ins ins Ohr gefallen ist er mir durch den Game One Plauschangriff, der mittlerweile bereits seit 2009 existiert und für mich persönlich den Beginn meiner Podcast-Leidenschaft darstellt. Dadurch ist mir zumindest seine Stimme schon seit einiger Zeit vertraut. Die angenehme Art, wie flüssig er über Videospiele schwadroniert, zeugt von einem hohen Sachverstand - auch wenn ich nicht jede seiner Ansichten teile. Nicht zuletzt bin ich durch seine Empfehlungen auf die ein oder andere Perle gestoßen, beispielsweise die Yakuza-Serie. Nach dem Ende von Game One Ende 2014 habe ich dann auch endlich ein Gesicht vor Augen als Moderator vieler liebgewonnener Formate von Rocketbeans TV (u.a. Retro Klub, Nerd Quiz, Speedrundale), auch über das Ende des 24/7-Sendebetriebes vor Kurzem hinaus.


Selbstverständlich folgte der Buch-Ankündigung unmittelbar die Vorbestellung. Nach Erscheinen wurde die schicke Hardcover-Ausgabe regelrecht verschlungen. Ich gönne ihm die überwiegend positiven Resonanzen und eine Fortsetzung scheint zumindest schon in Aussicht. Um es vorweg zu nehmen: Hundertprozentig zufrieden bin ich jedoch nicht - was wohl auch meiner hohen Erwartungshaltung geschuldet ist. Trotzdem hatte ich insgesamt eine gute Zeit: Wer mit der bisherigen Präsentation seiner Formate glücklich ist, wird auch Das ABC der Videospiele dank der Kurzweiligkeit und dem damit verbundenen Lesefluss mit einem Platz im Bücherregal belohnen. Wer jedoch ein "Standardwerk für Pixel-Nostalgie" erwartet (was zumindest so als Anpreisung in der Amazon-Beschreibung festgehalten wird), dürfte aufgrund einer gewissen Oberflächlichkeit auf hohem Niveau enttäuscht sein. 


Nach einem kurzen Vorwort beschreibt Gregor in alphabetischer Reihenfolge von A wie Atari bis Z wie Zelda wichtige und weniger wichtige Begriffe und Meilensteine der Videospielgeschichte. Das umfasst überwiegend die aktuellen sowie vergangenen Plattformen (u.a. Nintendo, Sony, Microsoft, Sega, Commodore), berühmte Entwickler (wie LucasArts, id Software), besonders langlebige Spiele-Serien (beispielsweise Resident Evil, Pokemon, Zelda). Kategorien wie Genres (FMV, RPGs, Jump & Run) dürfen genauso wenig fehlen wie Kuriositäten und Abarten (Konami Code, QTE). Auffällig ist die verspielte Präsentation, die Bilder selber bestechen bis auf wenige Ausnahmen (Stichwort: Dunkelheit) durch ihre hohe Qualität. Überwiegend auf Briefmarken-Größe komprimiert bin ich absolut begeistert von der Auswahl. Besonders gelungen ist der umfangreiche Abhandlung der Handhelds, die auf 12 Seiten keine Wünsche offen lässt. Weniger zufrieden bin ich mit den wenigen lieblosen Abschnitten (Tetris) und so mancher Auswahl, die wohl auch mit den bekannten Vorlieben des Autors und dem Buchstaben Y zusammenhängen. An diesen Stelle hätte ich mir aber eine andere Abhandlung gewünscht.


Für meinen Geschmack fehlt hier doch einiges, was Das ABC der Videospiele eher zu einer Art Prolog macht als zu einem Gesamtwerk. Dazu gesellen sich Fehler, die den Gesamteindruck der Erstauflage schmälern, etwa die Mexiko-New-Mexico-Verwechslung bei der Entsorgung der ET-Module oder das Castlevania-NES-Cover in der Playstation-Kategorie. Diskussionsbedarf besteht noch hinsichtlich der Ansicht, dass Doom (2016) der vielleicht beste Singleplayer-Shooter der Neuzeit sein soll. Wie jeder weiß, trifft diese Aussage auf den Nachfolger Doom Eternal treffender zu. 


Links:

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Ein Lebenszeichen: Was ist passiert, Stand der Dinge und Ausblick

Hallo liebe Leser,

in letzter Zeit war es ziemlich ruhig in meinem Blog. Das hat verschiedene Gründe. Für die Zukunft gelobe ich jedoch Besserung, dazu will ich meine Gedankengänge hier gerne mitteilen.

Das Projekt Konsolenfieber ruht nun schon über einen längeren Zeitraum, ich habe auch keinerlei Kontakte mehr zu dieser Seite. Mein letztes Review ist datiert auf den 02.04.2020 (zum Review von Doom Eternal). Doch auch ohne meine Mitarbeit gab es das letzte Review vom Team vor etwa genau einem Jahr (03.11.2020), die letzte News-Meldung ist sogar etwas älter (25.09.2020). Man kann davon ausgehen, dass sich auf diese Internetpräsenz nichts mehr tut. 

Seit über 1,5 Jahren gibt es also keine neuen, selbst verfassten Artikel (Review, Preview) mehr für andere Projekte - die Erwähnungen auf unseen64 einmal ausgeklammert. An diesem Umstand wird sich auch auf absehbare Zeit nichts Entscheidendes ändern, obwohl ich mittlerweile zu den glücklichen PS5-Besitzern zähle und diese auch begeistert bespiele (u.a. Astro's Playroom und The Pathless durchgespielt, aktuell Ratchet & Clank: Rift Apart). Wenn ich Artikel veröffentliche, dann wohl nur noch direkt im Blog.

Es ist für mich alles eine Frage der Zeit, denn meine Interessen verlagern sich immer mehr in die Freizeit ohne Gaming. Dazu Berufliches: Nach über 11 Jahren habe ich meine Arbeitsstelle gekündigt und werde mich ab dem 1.11. neuen Herausforderungen inklusive mehr Verantwortung stellen. 

Was das konkret für die Zukunft des Blogs bedeutet: Der Blog bleibt online und ich werde auch wieder Artikel exklusiv für diese Plattform verfassen. Nicht unbedingt nur zu aufwendigen Videospielen, sondern auch zu Büchern, Musik, Figuren, Filmen und Serien. Es muss nicht unbedingt etwas mit Gaming zu tun haben, sondern auch die neue Kaffeemaschine.

Donnerstag, 31. Dezember 2020

Bereitsgezockt Games of the Year 2020: Meine Top 10!

Hier nun meine Top 10 des Jahres 2020:

1) Doom Eternal (PS4)
erschienen am 20.03.2020



Fazit aus meinem Test auf Konsolenfieber: „Hell yeah! Im Vorfeld war ich ein bisschen skeptisch, denn Doom (2016) war zwar wieder der wichtige Schritt zurück zu den Wurzeln der Serie, wirkte aber noch unausgereift und regelrecht bescheiden. Doom Eternal hingegen drückt das Gaspedal voll durch und begeistert vom ersten bis zum letzten Augenblick. Die sinnvollen Verbesserungen und Gameplay-Elemente, die ich am wenigsten in einem solchen Spiel erwartet hätte, ergeben ein motivierendes Videospiel-Highlight. Der Soundtrack rockt.“


2) The Last of Us: Part II (PS4)
erschienen am 19.06.2020



Einschätzung: Zum Vorgänger gibt es nur eine Meinung: Meisterwerk! Der Nachfolger macht vieles sogar noch besser und verfeinert u.a. die exzellenten Schleichmechaniken. Für die Spitzenposition hat es nicht ganz gereicht, auch wegen einiger mutigen Entscheidungen, die mich nicht hundertprozentig überzeugt haben.


3) Journey to the Savage Planet (PS4)
erschienen am 28.01.2020



Einschätzung: Der erste Überraschungshit dieses Jahres schafft es auch aufs Podest. Mit seiner erfrischenden Präsentation und cleveren Features ist mir diese kleine Perle in Erinnerung geblieben.


4) Darksiders: Genesis (Nintendo Switch)
erschienen am 14.02.2020



Einschätzung: Darksiders lebt tatsächlich noch, vielmehr noch als der grundsolide 3. Teil begeistert Genesis mit zwei spielbaren Figuren und motivierendem Spielablauf.


5) Black Mesa (PC)
erschienen am 05.03.2020



Einschätzung: Ups, hatten wir das nicht schonmal vor vielen Jahren? In der Tag, denn die noch unvollständige Erstveröffentlichung des Remakes von Half Life konnte schon damals begeistern. Und die Zeit zur Vervollständigung wurde ordentlich genutzt, denn die Neugestaltung des im Original verhassten Abschnittes in der außerirdischen Xen-Welt kann begeistern. Bei einer besseren Schwierigkeitsbalance wären sogar eine höhere Platzierung drin gewesen.


6) What the Golf? (Nintendo Switch)
erschienen am 21.05.2020



Einschätzung: Ich mag Golfspiele, aber irgendwann stellt sich bei den bierernsten Simulationen Routine ein. So nicht bei dieser absurden Parodie, wo schon mal statt des Balls der Schläger oder die Figur im Loch landet.


7) Mafia: Definitive Edition (PS4)
erschienen am 25.09.2020



Einschätzung: Die Mafia-Serie konnte mich nach dem genialen PC-Debüt nicht mehr überzeugen. Mit der respektvoll aufgebohrten Definitive Edition fühlte ich mich plötzlich wieder 18 Jahre jünger, auch wenn die Stadt eine schöne Kulisse bleibt.


8) Zombie Army 4: Dead War (PS4)
erschienen am 04.02.2020



Fazit aus meinem Test auf Konsolenfieber: „Zombie Army 4: Dead War ist ein sehr kurzweiliger Third-Person-Shooter, denn trotz der unverkennbaren Koop-Ausrichtung können auch Einzelspieler jede Menge Spaß haben. Die Auseinandersetzungen mit den unterschiedlichsten Zombies sind knackig und genau das richtige für Genre-Fans. Mit abwechslungsreicheren Missionen, mehr Waffen und einer frischen Technik könnte ein eventueller fünfter Teil in noch höhere Wertungsregionen vordringen. Bemerkenswert ist die ungeschnittene USK-Freigabe in Deutschland.“


9) Ion Fury (Nintendo Switch)
erschienen am 14.05.2020



Einschätzung: Schon bei seiner PC-Veröffentlichung vor einiger Zeit konnte der Ego-Shooter alter Schule mein Interesse wecken. Die Switch-Fassung hat mit vereinzelten technischen Problemen zu kämpfen, kann mich letztendlich aber doch zum Durchspielen motivieren. Ein schönes Spinoff zu Duke Nukem 3D.


10) Star Wars: Squadrons (PS4)
erschienen am 01.10.2020



Einschätzung: Star Wars kehrt nach der insgesamt misslungenen neuen Filmtrilogie wieder zu seinen Wurzeln zurück, so konnten Konsolenspiele wie Star Wars: Fallen Order oder The Mandalorian die Faszination des Universums wieder entfachen. Dieser kurzweilige Weltraum-Shooter reiht sich da gekonnt ein.


Donnerstag, 6. August 2020

... und noch eine Erwähnung auf unseen: Spectac!

Eine weitere Erwähnung findet sich in dem Artikel auf unseen: 

Freitag, 24. April 2020

Weitere Erwähnung auf unseen64.net!




Vor einiger Zeit habe ich die renomierte Website www.unseen64.net kontaktiert mit Informationen über das eingestellte Videospiel 7Days, welches ich recherchiert hatte.

Nun haben die Jungs einen Artikel dazu veröffentlicht:


 

Donnerstag, 2. April 2020

Doom Eternal: PS4-Review auf Konsolenfieber!

Eines der besten Spiele, für die ich je einen Artikel schreiben durfte:



 

Samstag, 1. Februar 2020

Erwähnung auf unseen64.net!




Vor einiger Zeit habe ich die renomierte Website www.unseen64.net kontaktiert mit Informationen über das eingestellte Videospiel Project Revolution, welches ich recherchiert hatte.

Nun haben die Jungs einen Artikel dazu veröffentlicht:


Sehr informativ und lesenswert. Meine Empfehlung für die tolle Seite.

Dienstag, 31. Dezember 2019

Bereitsgezockt Games of the Year 2019: Plätze 10 bis 1!

Hier nun meine Top 10 des Jahres 2019:

1) A Plague Tale - Innocence (PS4)
erschienen am 14.05.2019



Einschätzung: Ich hatte im Vorfeld mit vielem gerechnet, aber nicht unbedingt, dass dieses Abenteuer die Top-Platzierung meiner Jahresliste einnimmt. Mit seiner emotionalen Geschichte, starken Momenten und smarten Spielmechanik konnte mich kein anderer Titel derartig begeistern.


2) Resident Evil 2 (PS4)
erschienen am 11.01.2019


Einschätzung: Natürlich hätte ich das Original einmal nachgeholt, wenn nicht schon seit Jahren das Remake so sehr gewünscht und gefordert wurde. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern ganz im Gegenteil mit einem Meilenstein des Survival-Horrors belohnt. Grafik, Spielbarkeit und Präsentation wurden ordentlich aufgebohrt und übertraf wohl alle Erwartungen.


3) RingFit Adventure (Nintendo Switch)
erschienen am 18.10.2019


Einschätzung: Selbst für Nintendo ist es ein großes Wagnis, Spieletitel nur wenige Wochen nach der Ankündigung zu veröffentlichen, obendrein noch im Bundle mit Zusatzgeräten. Das motivierende Fitness-Rollenspiel ist genau das richtige für Sportmüffel wie mich und lockt mich nicht selten nach Feierabend kurzzeitig vor den Fernseher.


4) My Friend Pedro (Nintendo Switch)
erschienen am 20.06.2019


Einschätzung: Mein persönlicher Überraschungshit des Jahres. Am ehesten lässt sich der überdrehte Indie-Titel mit Max Payne vergleichen, wobei die Story trotz einiger absurden Höhepunkte stark in den Hintergrund gerät. 



5) Catherine Full Body (PS4)
erschienen am 03.09.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Catherine kann man sich nur schwer entziehen. Die sexy Full Body Edition geizt nicht mit ihren Reizen und spendiert sogar noch zusätzliche Inhalte, die das Paket extra prall machen. Der ungewöhnliche Genre-Mix hat nichts von seiner Faszination verloren und manifestiert den Kultstatus."


6) Gibbous - A Cthulhu Adventure (PC)
erschienen am 07.08.2019


Einschätzung: Als Spieleplattform rückt der PC bei mir immer weiter in den Hintergrund, lediglich ein Titel konnte mich in den vergangenen Monaten für gewisse Stunden an den Monitor locken. Das kleine, sympathische Point-and-Click-Adventure ist sicherlich kein Genre-Highlight, dafür aber sehr kurzweilig und unterhaltsam.


7) Metro Exodus (PS4)
erschienen am 15.02.2019


Einschätzung: Der beste Ego-Shooter des Jahres. Grafik und Gestaltung der Spielwelt begeistern, für eine höhere Platzierung schwankt beim dritten (und womöglich letzten) Teil der Metro-Trilogie die Qualität von Story und KI zu stark. Teilweise passt das Gegnerverhalten eher zu einem Trash-Shooter ala Übersoldier & Co.. Schade.


8) Star Wars: Jedi Fallen Order (PS4)
erschienen am 15.11.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Star Wars Jedi: Fallen Order hat mich von der untypischen Ankündigung bis hin zum Abspann nach dem Durchspielen überrascht. Erstaunt bin ich, wie unpoliert und bewusst unkomfortabel der Titel daherkommt, sich obendrein noch so großzügig bei anderen Spielen bedient und trotzdem so viel Spaß macht. Als Gegenentwurf zu Games as a Service eine gelungene Abwechslung und das vielleicht beste Star-Wars-Singleplayer-Abenteuer seit The Force Unleashed und Republic Commando."


9) Concrete Genie (PS4)
erschienen am 09.10.2019


Einschätzung: Ein vergleichsweise kleines Action-Adventure schafft es mit seiner liebevollen Präsentation in mein Gedächtnis. Das Thema Mobbing wird in Videospielen noch immer stiefmütterlich behandelt, da ist dieses Spiel eine Ausnahme, die sehr behutsam mit dem Thema umgeht. Das Gameplay ist dabei simpel und schnell erlernt.


10) Judgment (PS4)
erschienen am 25.06.2019


Einschätzung: Das neue Spiel der Yakuza-Macher, welches mich auf hohem Niveau enttäuscht hat. Schließlich ist die Spielumgebung immer noch die gleiche und auch der Spielablauf hebt sich zu wenig ab von den Abenteuern um Kazuma Kiryu. Entlohnt wurde ich wiederum mit einer tollen Story und hochwertigen Zwischensequenzen.




Sonntag, 29. Dezember 2019

Bereitsgezockt Games of the Year 2019: Plätze 20 bis 11

Das Jahr neigt sich so langsam seine Ende entgegen, da darf meine persönliche Top 20 nicht fehlen. Hier nun meine Plätze 11 - 20:

11) Trials Rising - Gold Edition (Nintendo Switch)
erschienen am 26.02.2019

Einschätzung: Als großer Fan von Trials Evolution freute ich mich sehr nach dem enttäuschenden Zwischenablegern über jede Menge verrückter Pisten und Herausforderungen. Für einige Stunden wurde ich auch gut unterhalten bis es dann schließlich doch zu schwer für mich wurde. Meine Motivation konnten nur das fragwürdige Belohnungssystem und die geringe Auswahl an Bikes bremsen. Sonst hätte es locker für die Top10 gereicht.


12) Shenmue III (PS4)
erschienen am 19.11.2019


Einschätzung: Im Prinzip mein Guilty Pleasure für dieses Jahr, denn objektiv betrachtet ist Shenmue III kein gutes Spiel, sondern wirkt an vielen Stellen wie ein Titel, der etwa vor 20 Jahren hätte erscheinen sollen. Und so ist es ja auch eigentlich, denn nachdem Shenmue I & II genau in diese Zeit passten und Konsolenspieler noch begeistern konnten, ist der über Kickstarter finanzierte Nachfolger einfach "nur" eine konsequente Fortsetzung der beiden Klassiker. Leider hat man es in der Entwicklung verpasst, die nötigen Modernisierungen vorzunehmen. So fühlt es sich doch aktuell sehr unkomfortabel und antiquiert an. Viele Elemente machen einfach keinen Spaß. Enttäuschend auch, dass die Story erst so spät in Gang kommt und dann doch relativ unbefriedigend endet.


13) Golf Peaks (Nintendo Switch)
erschienen am 14.03.2019


Einschätzung: Ein kleiner unscheinbarer Titel im Nintendo eShop für wenig Geld. Genau das richtige für zwischendurch. Die kleinen Knobeleien mit dem Golfball und der Auswahl an begrenzten Zügen sorgen für eine entspannende Stimmung und werden später durchaus anspruchsvoll mit wenigen Ausnahmen.


14) Remnant: From the Ashes (PS4)
erschienen am 16.08.2019


Einschätzung: Nein, ich werde wohl in diesem kein Fan mehr von Soulslikes, daran wird auch Remnant nichts mehr ändern. Trotzdem hat der etwas untergegangene Titel mein Interesse geweckt, weil er auf den Kampf mit Schusswaffen statt Nahkampf setzt. Für einige Stunden doch unterhaltsam, ist mir auch hier der Frustfaktor trotz einiger Entschärfungen etwas zu hoch, obwohl es schon einige Dinge besser macht als Dark Souls & Co..


15) Into the Dead 2 (Nintendo Switch)
erschienen am 25.10.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Into the Dead 2 ist eine vergleichsweise aktuelle Portierung für die Nintendo Switch. Schon vor zwei Jahren konnte der Auto-Runner viele Fans auf ihren Handys überzeugen. Zumindest im Handheld-Modus der Hybrid-Konsole kann die Umsetzung zeitweise für Motivationsschübe sorgen, mit seinen kurzen Abschnitten eignet es sich ideal für die kleine Zockerei unterwegs. Techniche Mankos und die langweilige Story trüben jedoch den Spielspaß."


16) Bear With Me (PS4)
erschienen am 31.07.2019
 

Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Bear With Me ist ein solider Vertreter seines Genres mit Stärken und Schwächen. Die vornehmlich simplen Rätsel sowie das beinahe schon provokant langsame Spieltempo vermiesen den interessanten Mix aus Film Noir plus kindlich-naiver Plüschfantasie entscheidend. Point-and-Click-Abenteuer-Fans dürfen einen Blick mit dem Knopfauge riskieren."


17) Vaporum (Nintendo Switch)
erschienen am 11.04.2019


Einschätzung: Dieser Verteter seines Genres hatte mich schon bei seiner PC-Veröffentlichung zwei Jahre zuvor interessiert. Kurz nach der Verfügbarkeit für Nintendo Switch habe ich dann zugeschlagen und trotz einiger Hindernisse und den immer gleichen Gegnern hatte ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine gute Zeit. Die Rätsel habe ich unterschätzt.


18) Lines X (Nintendo Switch)
erschienen am 27.06.2019


Einschätzung: Neben Golf Peaks war Lines X für einen überschaubaren Zeitraum mein Zwischendurch-Game mit netten Knobeleien. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei immer fair, nur selten wurde es wirklich knackig. Ich würde es fast schon als anspruchslos bezeichnen.


19) Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 (Nintendo Switch)
erschienen am 08.11.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Das ist wohl der klassische Schnellschuss, der trotz großem Potenzial nicht so richtig zünden will. Bis zu den Olympischen Sommerspiele ist es noch eine ganze Weile hin, die Entscheidung im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft unbedingt vorher zu veröffentlichen geht auf Kosten der Qualität. Ein halbes Jahr zusätzlicher Entwicklungszeit hätten dem Produkt sicher nicht geschadet. In der aktuellen Verfassung ist das Sportspiel trotz gewohntem Charme eine Enttäuschung: Fehlende Wettkampf- und Turniermöglichkeiten, ein verschenkter Story-Modus, leere Online-Server sowie viele uninspirierte Sportarten, die genauso bereits vor über 30 Jahren spielbar waren. Nur für knallharte Fans des Mario- und Sonic-Universums."


20) The Nightfall (Nintendo Switch)
erschienen am 28.11.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Hier könnte auch unser Fazit zu Pineview Drive stehen, denn The Nightfall scheitert ebenso am Grundkonzept. Spielerisch, grafisch und handlungstechnisch bewegt man sich auf ganz dünnem Eis. Statt Grusel gibt es Fremdschäm-Momente am Fließband. Doch kleinste Lichtblicke sind erkennbar. Handwerkliche Fehler konnten reduziert werden und Interaktionsmöglichkeiten sind nun deutlich umfassender, auch wenn Neugier und Forschungsdrang wegen dem schwachen Design schnell verpuffen. Die Idee mit den Arcade-Klassikern ist hingegen nett."


Donnerstag, 21. November 2019

Freitag, 18. Oktober 2019

Freitag, 9. August 2019

Bear With Me: Review auf Konsolenfieber

Ich bin wieder da, hier mein Comeback-Artikel für Konsolenfieber:





Dienstag, 25. Dezember 2018

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und Ausblick auf 2019!



Hallo liebe Leser,

leider war es hier gesundheitsbedingt etwas ruhiger in diesem Jahr. Trotzdem möchte ich allen Lesern und Besuchern noch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Für Anfang 2019 ist bei mir eine Reha geplant nach der erfolgreichen Operation und dann geht es irgendwann im nächsten Jahr hoffentlich in gewohnter Frequenz weiter. Hier haben sich jedenfalls viele Spiele angesammelt und meine Tätigkeit bei Konsolenfieber möchte ich auch gerne wieder aufnehmen.

Grüße
Chris

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Die besten Videospiele 2018 im Video

Ich habe mich mal drangesetzt und meine persönliche TOP 10 der besten Videospiele des Jahres in einem Video zusammengefasst:


Dienstag, 23. Oktober 2018

Vampyr (PS4-Review)


Genre: Action-Rollenspiel
Erschienen: 5. Juni 2018 für PC, PS4, Xbox One
Alterseinstufung: USK ab 16

Kaum ein Entwicklerstudio schafft mit vergleichsweise geringen Mitteln so viel Wirkung wie zuletzt Dontnod. Galt Remember Me im Jahr 2013 noch als Geheimtipp, war bereits Life Is Strange der große Wurf. Mit dem Action-Rollenspiel Vampyr wird die positive Tendenz weiter konsequent fortgeführt.


Videospiele mit düsterem Vampir-Setting haben eine lange Tradition und werden durch gelungene Vertreter der Vergangenheit meist mit Spannung erwartet, beispielsweise Legacy of Kain oder Vampire: Bloodlines. Zuletzt zeigten sich die thematischen Auseinandersetzung jedoch arg blutleer, etwa bei DARK. Eines vorneweg: Auch Vampyr ist keine AAA-Produktion mit hohem Budget, sondern ein von den Entwicklern selbst bezeichneter AA-Titel. Und was soll man sagen: Egal! Es hat Vampyr nicht geschadet, trotz der unübersehbaren Ecken und Kanten. Die Auseinandersetzung mit vielen mysteriösen Vampir-Themen motiviert bis zum Ende.


Schon die Ausgangslage ist nicht längst nicht so ausgelutscht wie befürchtet sondern erstaunlich frisch. Als Jonathan Reid kehrt man im Jahr 1918 aus dem 1. Weltkrieg zurück ins ungemütliche London. Hier grassiert aktuell die verheerende Spanische Grippe, eine Pandemie, die tatsächlich im frühen 20. Jahrhundert viele Millionen Todesopfer forderte. Unsere Spielfigur plagen aber erstmal ganz andere Probleme, schließlich erwacht er völlig entkräftet in einem ausgehobenen Massengrab und wird vom Blutdurst durch die Straßen getrieben. Das erste Opfer seiner Verwirrung lässt nicht lange auf sich warten. Tragischerweise muss seine Schwester Mary den Hals hinhalten. 


Diese Tat lässt Reid fortan nicht mehr los und so bleibt die eigene Familie ein wichtiger Strang in der vielschichtigen Hauptgeschichte. Der Hauptcharakter sucht aber auch fortan nach seinem Erzeuger, als derjenigen Person, die ihn diesen Fluch auferlegt hat. Außerdem macht er recht früh die Bekanntschaft mit Dr. Edgar Swansea. Dieser weiß um die bekannten chirurgischen Kenntnisse des Vampirs und heuert ihn kurzerhand im nahe gelegenen Pembroke Hospital an, um seine Forschungen bezüglich Bluttransfusionen und Organtransplantationen voranzutreiben. Schließlich hat die Stadt nicht nur mit der Spanischen Grippe zu kämpfen, sondern auch mit einer unübersehbaren Ausbreitung von Vampirismus.


20 bis 40 Stunden Spielzeit sollte man für Vampyr einplanen. In dieser kurzweiligen Zeit schaffen es die Entwickler wiederum mit interessanten Charakteren, überraschenden Story-Wendungen sowie der beklemmenden Atmosphäre zu punkten. Zwischensequenzen werden entweder in Spielgrafik oder durch wenige animierte Schnipsel präsentiert. Auch in diesem Werk werden unangenehme Themen aufgegriffen, etwa Rassismus, Homophobie oder Kriegstraumata. Insgesamt bleibt die Stimmung ernst und der Tenor ruhig. 


Im Kern ist das Spiel ein Action-Rollenspiel aus der übersichtlichen Schulterperspektive. Für erfolgreich absolvierte Aufträge oder Kämpfe werden Erfahrungspunkte gutgeschrieben. In neue Fähigkeiten können diese aber erst nach einer erholsamen Ruhepause investiert werden. Der Talentbaum ist relativ übersichtlich und bietet solide Möglichkeiten zur Charakterentwicklung. Die Auftraggeber nehmen eine wichtige Rolle ein, schließlich werden neue Dialoge erst dann offenbart, wenn gewisse Informationen gefunden werden. So taucht man noch tiefer in die kompakte Spielwelt mit seinen vier Distrikten ein, um die Geheimnisse der Figuren zu ergründen. Wer sich mit den Bewohnern beschäftigt, hat es dann leichter, sich in London zurecht zu finden und erlebt obendrein erstaunliche Schicksale anstatt langweiliger Statisten-Floskeln. Hier hebt sich Vampyr angenehm von Genre-Konkurrenten ab, auch weil die Entscheidungsfindungen und die damit verbundenen starken Auswirkungen nicht auf einen Bierdeckel passen. Bewundernswert dabei ist noch zu erwähnen, dass Beziehungen zwischen den Bewohnern erkennbar sind.


Ohnehin hat es der normale Schwierigkeitsgrad bereits in sich, weshalb ein so genannter Story-Modus nachgereicht wurde, der die Überlebenschancen erhöht. Für Hartgesottene, die bereits erfolgreiche Erfahrungen mit Titeln wie Bloodborne oder Dark Souls sammeln konnten, gibt es den Hardcore-Modus. Letztendlich steht der Hauptprotagonist regelmäßig vor konsequenten Entscheidungen, Figuren für eine große Anzahl an Erfahrungspunkten auszusaugen oder im Gegenteil zu verschonen sowie mit selbst hergestellten Medikamenten zu versorgen. Diese kann Dr. Reid mit den eingesammelten Zutaten an Arbeitstischen herstellen. Schließlich wirkt sich die Spielweise auf die Zustände der einzelnen Bezirke aus. Ausgesaugte oder kranke Personen haben negative Auswirkungen, an dieser Stelle erscheinen deutlich mehr Feinde in Form von Vampirjägern und Bestien, die regelmäßig angreifen und respawnen. Das Kampfsystem punktet mit den Vampireigenschaften sowie einem überschaubaren Repertoire an aufrüstbaren Einhand-, Zweihand- oder Feuerwaffen.


Story und Gameplay überzeugen also auf ganzer Linie. Technisch fehlt Vampyr aber ein wenig der Biss. Die bekannte Unreal-Engine zeichnet ein düsteres Bild, weil das Geschehen ausschließlich bei Nacht stattfindet. Ärgerlich sind viele kleine Ladepausen, die dreckige Spielwelt wirkt dadurch stellenweise etwas fragmentiert. Als störend empfinde ich einige unlogische Levelbegrenzungen und scheinbar unüberwindbare Hürden, ein Vampir sollte sich schließlich etwas freier bewegen können. Dafür sind die wichtigsten Charaktere trotz einer gewissen hölzernen Mimik schön detailliert dargestellt. Die englische Sprachausgabe (deutsche Texte) ist gut und steht dem stimmungsvollen Soundtrack in nichts nach. 

 
Machen wir es kurz und schmerzlos: Vampyr ist für mich das beste Blutsauger-Videospiel seit Vampire: Bloodlines und der Legacy-of-Kain-Reihe. Das solide Action-RPG-Gerüst begeistert mich mit tiefgründigen Figuren und ihren Beziehungen untereinander sowie der starken Story. Ein durchdachtes Highlight des Spieljahres 2018.