Freitag, 24. April 2020

Weitere Erwähnung auf unseen64.net!




Vor einiger Zeit habe ich die renomierte Website www.unseen64.net kontaktiert mit Informationen über das eingestellte Videospiel 7Days, welches ich recherchiert hatte.

Nun haben die Jungs einen Artikel dazu veröffentlicht:


 

Donnerstag, 2. April 2020

Doom Eternal: PS4-Review auf Konsolenfieber!

Eines der besten Spiele, für die ich je einen Artikel schreiben durfte:



 

Samstag, 1. Februar 2020

Erwähnung auf unseen64.net!




Vor einiger Zeit habe ich die renomierte Website www.unseen64.net kontaktiert mit Informationen über das eingestellte Videospiel Project Revolution, welches ich recherchiert hatte.

Nun haben die Jungs einen Artikel dazu veröffentlicht:


Sehr informativ und lesenswert. Meine Empfehlung für die tolle Seite.

Dienstag, 31. Dezember 2019

Bereitsgezockt Games of the Year 2020: Plätze 10 bis 1!

Hier nun meine Top 10 des Jahres 2019:

1) A Plague Tale - Innocence (PS4)
erschienen am 14.05.2019



Einschätzung: Ich hatte im Vorfeld mit vielem gerechnet, aber nicht unbedingt, dass dieses Abenteuer die Top-Platzierung meiner Jahresliste einnimmt. Mit seiner emotionalen Geschichte, starken Momenten und smarten Spielmechanik konnte mich kein anderer Titel derartig begeistern.


2) Resident Evil 2 (PS4)
erschienen am 11.01.2019


Einschätzung: Natürlich hätte ich das Original einmal nachgeholt, wenn nicht schon seit Jahren das Remake so sehr gewünscht und gefordert wurde. Ich wurde nicht enttäuscht, sondern ganz im Gegenteil mit einem Meilenstein des Survival-Horrors belohnt. Grafik, Spielbarkeit und Präsentation wurden ordentlich aufgebohrt und übertraf wohl alle Erwartungen.


3) RingFit Adventure (Nintendo Switch)
erschienen am 18.10.2019


Einschätzung: Selbst für Nintendo ist es ein großes Wagnis, Spieletitel nur wenige Wochen nach der Ankündigung zu veröffentlichen, obendrein noch im Bundle mit Zusatzgeräten. Das motivierende Fitness-Rollenspiel ist genau das richtige für Sportmüffel wie mich und lockt mich nicht selten nach Feierabend kurzzeitig vor den Fernseher.


4) My Friend Pedro (Nintendo Switch)
erschienen am 20.06.2019


Einschätzung: Mein persönlicher Überraschungshit des Jahres. Am ehesten lässt sich der überdrehte Indie-Titel mit Max Payne vergleichen, wobei die Story trotz einiger absurden Höhepunkte stark in den Hintergrund gerät. 



5) Catherine Full Body (PS4)
erschienen am 03.09.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Catherine kann man sich nur schwer entziehen. Die sexy Full Body Edition geizt nicht mit ihren Reizen und spendiert sogar noch zusätzliche Inhalte, die das Paket extra prall machen. Der ungewöhnliche Genre-Mix hat nichts von seiner Faszination verloren und manifestiert den Kultstatus."


6) Gibbous - A Cthulhu Adventure (PC)
erschienen am 07.08.2019


Einschätzung: Als Spieleplattform rückt der PC bei mir immer weiter in den Hintergrund, lediglich ein Titel konnte mich in den vergangenen Monaten für gewisse Stunden an den Monitor locken. Das kleine, sympathische Point-and-Click-Adventure ist sicherlich kein Genre-Highlight, dafür aber sehr kurzweilig und unterhaltsam.


7) Metro Exodus (PS4)
erschienen am 15.02.2019


Einschätzung: Der beste Ego-Shooter des Jahres. Grafik und Gestaltung der Spielwelt begeistern, für eine höhere Platzierung schwankt beim dritten (und womöglich letzten) Teil der Metro-Trilogie die Qualität von Story und KI zu stark. Teilweise passt das Gegnerverhalten eher zu einem Trash-Shooter ala Übersoldier & Co.. Schade.


8) Star Wars: Jedi Fallen Order (PS4)
erschienen am 15.11.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Star Wars Jedi: Fallen Order hat mich von der untypischen Ankündigung bis hin zum Abspann nach dem Durchspielen überrascht. Erstaunt bin ich, wie unpoliert und bewusst unkomfortabel der Titel daherkommt, sich obendrein noch so großzügig bei anderen Spielen bedient und trotzdem so viel Spaß macht. Als Gegenentwurf zu Games as a Service eine gelungene Abwechslung und das vielleicht beste Star-Wars-Singleplayer-Abenteuer seit The Force Unleashed und Republic Commando."


9) Concrete Genie (PS4)
erschienen am 09.10.2019


Einschätzung: Ein vergleichsweise kleines Action-Adventure schafft es mit seiner liebevollen Präsentation in mein Gedächtnis. Das Thema Mobbing wird in Videospielen noch immer stiefmütterlich behandelt, da ist dieses Spiel eine Ausnahme, die sehr behutsam mit dem Thema umgeht. Das Gameplay ist dabei simpel und schnell erlernt.


10) Judgment (PS4)
erschienen am 25.06.2019


Einschätzung: Das neue Spiel der Yakuza-Macher, welches mich auf hohem Niveau enttäuscht hat. Schließlich ist die Spielumgebung immer noch die gleiche und auch der Spielablauf hebt sich zu wenig ab von den Abenteuern um Kazuma Kiryu. Entlohnt wurde ich wiederum mit einer tollen Story und hochwertigen Zwischensequenzen.




Sonntag, 29. Dezember 2019

Bereitsgezockt Games of the Year 2020: Plätze 20 bis 11

Das Jahr neigt sich so langsam seine Ende entgegen, da darf meine persönliche Top 20 nicht fehlen. Hier nun meine Plätze 11 - 20:

11) Trials Rising - Gold Edition (Nintendo Switch)
erschienen am 26.02.2019

Einschätzung: Als großer Fan von Trials Evolution freute ich mich sehr nach dem enttäuschenden Zwischenablegern über jede Menge verrückter Pisten und Herausforderungen. Für einige Stunden wurde ich auch gut unterhalten bis es dann schließlich doch zu schwer für mich wurde. Meine Motivation konnten nur das fragwürdige Belohnungssystem und die geringe Auswahl an Bikes bremsen. Sonst hätte es locker für die Top10 gereicht.


12) Shenmue III (PS4)
erschienen am 19.11.2019


Einschätzung: Im Prinzip mein Guilty Pleasure für dieses Jahr, denn objektiv betrachtet ist Shenmue III kein gutes Spiel, sondern wirkt an vielen Stellen wie ein Titel, der etwa vor 20 Jahren hätte erscheinen sollen. Und so ist es ja auch eigentlich, denn nachdem Shenmue I & II genau in diese Zeit passten und Konsolenspieler noch begeistern konnten, ist der über Kickstarter finanzierte Nachfolger einfach "nur" eine konsequente Fortsetzung der beiden Klassiker. Leider hat man es in der Entwicklung verpasst, die nötigen Modernisierungen vorzunehmen. So fühlt es sich doch aktuell sehr unkomfortabel und antiquiert an. Viele Elemente machen einfach keinen Spaß. Enttäuschend auch, dass die Story erst so spät in Gang kommt und dann doch relativ unbefriedigend endet.


13) Golf Peaks (Nintendo Switch)
erschienen am 14.03.2019


Einschätzung: Ein kleiner unscheinbarer Titel im Nintendo eShop für wenig Geld. Genau das richtige für zwischendurch. Die kleinen Knobeleien mit dem Golfball und der Auswahl an begrenzten Zügen sorgen für eine entspannende Stimmung und werden später durchaus anspruchsvoll mit wenigen Ausnahmen.


14) Remnant: From the Ashes (PS4)
erschienen am 16.08.2019


Einschätzung: Nein, ich werde wohl in diesem kein Fan mehr von Soulslikes, daran wird auch Remnant nichts mehr ändern. Trotzdem hat der etwas untergegangene Titel mein Interesse geweckt, weil er auf den Kampf mit Schusswaffen statt Nahkampf setzt. Für einige Stunden doch unterhaltsam, ist mir auch hier der Frustfaktor trotz einiger Entschärfungen etwas zu hoch, obwohl es schon einige Dinge besser macht als Dark Souls & Co..


15) Into the Dead 2 (Nintendo Switch)
erschienen am 25.10.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Into the Dead 2 ist eine vergleichsweise aktuelle Portierung für die Nintendo Switch. Schon vor zwei Jahren konnte der Auto-Runner viele Fans auf ihren Handys überzeugen. Zumindest im Handheld-Modus der Hybrid-Konsole kann die Umsetzung zeitweise für Motivationsschübe sorgen, mit seinen kurzen Abschnitten eignet es sich ideal für die kleine Zockerei unterwegs. Techniche Mankos und die langweilige Story trüben jedoch den Spielspaß."


16) Bear With Me (PS4)
erschienen am 31.07.2019
 

Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Bear With Me ist ein solider Vertreter seines Genres mit Stärken und Schwächen. Die vornehmlich simplen Rätsel sowie das beinahe schon provokant langsame Spieltempo vermiesen den interessanten Mix aus Film Noir plus kindlich-naiver Plüschfantasie entscheidend. Point-and-Click-Abenteuer-Fans dürfen einen Blick mit dem Knopfauge riskieren."


17) Vaporum (Nintendo Switch)
erschienen am 11.04.2019


Einschätzung: Dieser Verteter seines Genres hatte mich schon bei seiner PC-Veröffentlichung zwei Jahre zuvor interessiert. Kurz nach der Verfügbarkeit für Nintendo Switch habe ich dann zugeschlagen und trotz einiger Hindernisse und den immer gleichen Gegnern hatte ich bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine gute Zeit. Die Rätsel habe ich unterschätzt.


18) Lines X (Nintendo Switch)
erschienen am 27.06.2019


Einschätzung: Neben Golf Peaks war Lines X für einen überschaubaren Zeitraum mein Zwischendurch-Game mit netten Knobeleien. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei immer fair, nur selten wurde es wirklich knackig. Ich würde es fast schon als anspruchslos bezeichnen.


19) Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 (Nintendo Switch)
erschienen am 08.11.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Das ist wohl der klassische Schnellschuss, der trotz großem Potenzial nicht so richtig zünden will. Bis zu den Olympischen Sommerspiele ist es noch eine ganze Weile hin, die Entscheidung im Hinblick auf das Weihnachtsgeschäft unbedingt vorher zu veröffentlichen geht auf Kosten der Qualität. Ein halbes Jahr zusätzlicher Entwicklungszeit hätten dem Produkt sicher nicht geschadet. In der aktuellen Verfassung ist das Sportspiel trotz gewohntem Charme eine Enttäuschung: Fehlende Wettkampf- und Turniermöglichkeiten, ein verschenkter Story-Modus, leere Online-Server sowie viele uninspirierte Sportarten, die genauso bereits vor über 30 Jahren spielbar waren. Nur für knallharte Fans des Mario- und Sonic-Universums."


20) The Nightfall (Nintendo Switch)
erschienen am 28.11.2019


Fazit aus meinem Test für Konsolenfieber: "Hier könnte auch unser Fazit zu Pineview Drive stehen, denn The Nightfall scheitert ebenso am Grundkonzept. Spielerisch, grafisch und handlungstechnisch bewegt man sich auf ganz dünnem Eis. Statt Grusel gibt es Fremdschäm-Momente am Fließband. Doch kleinste Lichtblicke sind erkennbar. Handwerkliche Fehler konnten reduziert werden und Interaktionsmöglichkeiten sind nun deutlich umfassender, auch wenn Neugier und Forschungsdrang wegen dem schwachen Design schnell verpuffen. Die Idee mit den Arcade-Klassikern ist hingegen nett."


Donnerstag, 21. November 2019

Freitag, 18. Oktober 2019

Freitag, 9. August 2019

Bear With Me: Review auf Konsolenfieber

Ich bin wieder da, hier mein Comeback-Artikel für Konsolenfieber:





Dienstag, 25. Dezember 2018

Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und Ausblick auf 2019!



Hallo liebe Leser,

leider war es hier gesundheitsbedingt etwas ruhiger in diesem Jahr. Trotzdem möchte ich allen Lesern und Besuchern noch schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen.

Für Anfang 2019 ist bei mir eine Reha geplant nach der erfolgreichen Operation und dann geht es irgendwann im nächsten Jahr hoffentlich in gewohnter Frequenz weiter. Hier haben sich jedenfalls viele Spiele angesammelt und meine Tätigkeit bei Konsolenfieber möchte ich auch gerne wieder aufnehmen.

Grüße
Chris

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Die besten Videospiele 2018 im Video

Ich habe mich mal drangesetzt und meine persönliche TOP 10 der besten Videospiele des Jahres in einem Video zusammengefasst:


Dienstag, 23. Oktober 2018

Vampyr (PS4-Review)


Genre: Action-Rollenspiel
Erschienen: 5. Juni 2018 für PC, PS4, Xbox One
Alterseinstufung: USK ab 16

Kaum ein Entwicklerstudio schafft mit vergleichsweise geringen Mitteln so viel Wirkung wie zuletzt Dontnod. Galt Remember Me im Jahr 2013 noch als Geheimtipp, war bereits Life Is Strange der große Wurf. Mit dem Action-Rollenspiel Vampyr wird die positive Tendenz weiter konsequent fortgeführt.


Videospiele mit düsterem Vampir-Setting haben eine lange Tradition und werden durch gelungene Vertreter der Vergangenheit meist mit Spannung erwartet, beispielsweise Legacy of Kain oder Vampire: Bloodlines. Zuletzt zeigten sich die thematischen Auseinandersetzung jedoch arg blutleer, etwa bei DARK. Eines vorneweg: Auch Vampyr ist keine AAA-Produktion mit hohem Budget, sondern ein von den Entwicklern selbst bezeichneter AA-Titel. Und was soll man sagen: Egal! Es hat Vampyr nicht geschadet, trotz der unübersehbaren Ecken und Kanten. Die Auseinandersetzung mit vielen mysteriösen Vampir-Themen motiviert bis zum Ende.


Schon die Ausgangslage ist nicht längst nicht so ausgelutscht wie befürchtet sondern erstaunlich frisch. Als Jonathan Reid kehrt man im Jahr 1918 aus dem 1. Weltkrieg zurück ins ungemütliche London. Hier grassiert aktuell die verheerende Spanische Grippe, eine Pandemie, die tatsächlich im frühen 20. Jahrhundert viele Millionen Todesopfer forderte. Unsere Spielfigur plagen aber erstmal ganz andere Probleme, schließlich erwacht er völlig entkräftet in einem ausgehobenen Massengrab und wird vom Blutdurst durch die Straßen getrieben. Das erste Opfer seiner Verwirrung lässt nicht lange auf sich warten. Tragischerweise muss seine Schwester Mary den Hals hinhalten. 


Diese Tat lässt Reid fortan nicht mehr los und so bleibt die eigene Familie ein wichtiger Strang in der vielschichtigen Hauptgeschichte. Der Hauptcharakter sucht aber auch fortan nach seinem Erzeuger, als derjenigen Person, die ihn diesen Fluch auferlegt hat. Außerdem macht er recht früh die Bekanntschaft mit Dr. Edgar Swansea. Dieser weiß um die bekannten chirurgischen Kenntnisse des Vampirs und heuert ihn kurzerhand im nahe gelegenen Pembroke Hospital an, um seine Forschungen bezüglich Bluttransfusionen und Organtransplantationen voranzutreiben. Schließlich hat die Stadt nicht nur mit der Spanischen Grippe zu kämpfen, sondern auch mit einer unübersehbaren Ausbreitung von Vampirismus.


20 bis 40 Stunden Spielzeit sollte man für Vampyr einplanen. In dieser kurzweiligen Zeit schaffen es die Entwickler wiederum mit interessanten Charakteren, überraschenden Story-Wendungen sowie der beklemmenden Atmosphäre zu punkten. Zwischensequenzen werden entweder in Spielgrafik oder durch wenige animierte Schnipsel präsentiert. Auch in diesem Werk werden unangenehme Themen aufgegriffen, etwa Rassismus, Homophobie oder Kriegstraumata. Insgesamt bleibt die Stimmung ernst und der Tenor ruhig. 


Im Kern ist das Spiel ein Action-Rollenspiel aus der übersichtlichen Schulterperspektive. Für erfolgreich absolvierte Aufträge oder Kämpfe werden Erfahrungspunkte gutgeschrieben. In neue Fähigkeiten können diese aber erst nach einer erholsamen Ruhepause investiert werden. Der Talentbaum ist relativ übersichtlich und bietet solide Möglichkeiten zur Charakterentwicklung. Die Auftraggeber nehmen eine wichtige Rolle ein, schließlich werden neue Dialoge erst dann offenbart, wenn gewisse Informationen gefunden werden. So taucht man noch tiefer in die kompakte Spielwelt mit seinen vier Distrikten ein, um die Geheimnisse der Figuren zu ergründen. Wer sich mit den Bewohnern beschäftigt, hat es dann leichter, sich in London zurecht zu finden und erlebt obendrein erstaunliche Schicksale anstatt langweiliger Statisten-Floskeln. Hier hebt sich Vampyr angenehm von Genre-Konkurrenten ab, auch weil die Entscheidungsfindungen und die damit verbundenen starken Auswirkungen nicht auf einen Bierdeckel passen. Bewundernswert dabei ist noch zu erwähnen, dass Beziehungen zwischen den Bewohnern erkennbar sind.


Ohnehin hat es der normale Schwierigkeitsgrad bereits in sich, weshalb ein so genannter Story-Modus nachgereicht wurde, der die Überlebenschancen erhöht. Für Hartgesottene, die bereits erfolgreiche Erfahrungen mit Titeln wie Bloodborne oder Dark Souls sammeln konnten, gibt es den Hardcore-Modus. Letztendlich steht der Hauptprotagonist regelmäßig vor konsequenten Entscheidungen, Figuren für eine große Anzahl an Erfahrungspunkten auszusaugen oder im Gegenteil zu verschonen sowie mit selbst hergestellten Medikamenten zu versorgen. Diese kann Dr. Reid mit den eingesammelten Zutaten an Arbeitstischen herstellen. Schließlich wirkt sich die Spielweise auf die Zustände der einzelnen Bezirke aus. Ausgesaugte oder kranke Personen haben negative Auswirkungen, an dieser Stelle erscheinen deutlich mehr Feinde in Form von Vampirjägern und Bestien, die regelmäßig angreifen und respawnen. Das Kampfsystem punktet mit den Vampireigenschaften sowie einem überschaubaren Repertoire an aufrüstbaren Einhand-, Zweihand- oder Feuerwaffen.


Story und Gameplay überzeugen also auf ganzer Linie. Technisch fehlt Vampyr aber ein wenig der Biss. Die bekannte Unreal-Engine zeichnet ein düsteres Bild, weil das Geschehen ausschließlich bei Nacht stattfindet. Ärgerlich sind viele kleine Ladepausen, die dreckige Spielwelt wirkt dadurch stellenweise etwas fragmentiert. Als störend empfinde ich einige unlogische Levelbegrenzungen und scheinbar unüberwindbare Hürden, ein Vampir sollte sich schließlich etwas freier bewegen können. Dafür sind die wichtigsten Charaktere trotz einer gewissen hölzernen Mimik schön detailliert dargestellt. Die englische Sprachausgabe (deutsche Texte) ist gut und steht dem stimmungsvollen Soundtrack in nichts nach. 

 
Machen wir es kurz und schmerzlos: Vampyr ist für mich das beste Blutsauger-Videospiel seit Vampire: Bloodlines und der Legacy-of-Kain-Reihe. Das solide Action-RPG-Gerüst begeistert mich mit tiefgründigen Figuren und ihren Beziehungen untereinander sowie der starken Story. Ein durchdachtes Highlight des Spieljahres 2018.

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Rage (PS3-Review)


Erschienen: 7. Oktober 2011 für PC, PS3 und Xbox360
Genre: Ego-Shooter
Alterseinstufung: USK ab 18

Wenn die Macher von Doom und Quake ein Auge auf das Endzeit-Rollenspiel-Reihe Fallout werfen, kommt so etwas wie Rage dabei heraus. Im Jahr 2011 erschien der Ego-Shooter mit vielen Vorschusslorbeeren, der dann aber doch schnell nach der Veröffentlichung wieder in der Versenkung verschwand. 

Story war noch nie die Stärke von id Software, doch was den Spielern bei einer komplett neuen Marke vorgesetzt bekommen, ist so beliebig und sicherlich einer der Hauptgründe, weshalb heute eigentlich niemand mehr über das Spiel spricht. Ein Asteroid hat den Erdplaneten verwüstet, die Hauptfigur erwacht 106 Jahre nach der verheerenden Katastrophe aus dem Kryoschlaf und wird direkt angegriffen. Nach der Rettung werden die verbliebenen Siedlungen und Städteruinen des Ödlandes besucht. Der blasse Überlebende ohne jegliche Charaktertiefe übernimmt fortan Aufträge der langweiligen Bewohner und stellt sich Banditen, Mutanten und der Regierung entgegen. Nach 10 bis 15 Stunden ist der Solopart beendet und von der unspektakulären Geschichte ohne Höhepunkte bleibt wirklich nicht viel Gedächtnis. Schade, bei offensichtlichen Vorbildern wie Fallout oder Mad Max.


Dabei ist das Gameplay im Grundkern absolut kompetent. Als Ego-Shooter fühlen sich die zahlreichen Ballereien absolut kernig und handfest an, auch der präzisen Steuerung sei Dank. Im Vergleich zu den bisherigen Titeln aus dem Hause öffnet sich die Spielumgebung und lädt zumindest theoretisch zu Erkundungstouren ein. Doch schnell macht sich Ernüchterung breit, wenn es abseits der Missions-Wegpunkte so gut wie überhaupt nichts zu sehen oder zu tun gibt. Vergleichsweise sind die Schauplätze auch eher kompakt und können in keiner Weise mit der Größe oder Weitläufigkeit von Titeln wie Fallout, Just Cause und Konsorten mithalten. Optionale Nebenaufgaben sind langweilig und motivieren nicht. Hier vernachlässigt das Spiel seine Kampffahrzeug-, Rennspiel- und Rollenspiel-Elemente stark. Leider wirkt alles relativ oberflächlich und die offene Schlauchwelt entpuppt sich schon nach kurzer Zeit als Mittel zur Streckung der Spielzeit. Im Fokus stehen immer knackige Ego-Shooter-Passagen, die aber ausschließlich in den streng linearen Abschnitten stattfinden. Doch auch hier geizt Rage mit Höhepunkten und so dümpelt das Spiel ohne erkennbare Spannungskurve vor sich hin.


Zum Testzeitpunkt sind die Server des Mehrspielerparts verwaist. Ohnehin werden hier auch nur zwei Modi geboten. Beim Road Rage treten bis zu vier Spieler in Arenen gegeneinander in ihren Fahrzeugen an. Legends of the Wasteland umfasst 9 kooperative Missionen. Aufgrund dieser Einfallsarmut also kein Wunder, dass hier nichts mehr los ist. Das war sicherlich auch schon kurz nach Erscheinen der Fall. 


Technisch punktet der Titel dank id Tech 5 immer noch sehenswert mit vielen Details und ordentlichten Texturen, die aber zumindest auf der betagten Konsole immer wieder durch sichtbare Nachlade-Orgien unterbrochen werden. Die Schauplätze sind dem Setting geschuldet farbfarm und wenig abwechslungsreich. Hin und wieder gesellen sich Grafikruckler hinzu. Sound, Musik und Sprachausgabe sind nicht zu beanstanden, aber auch hier bleibt einfach viel zu wenig hängen.


Fazit: Rage ist ein grundsolider Ego-Shooter, der seine Möglichkeiten nicht im Geringsten ausschöpft. Story, Spielablauf und Design enttäuschen auf ganzer Linie. Ein durch und durch mittelmäßiger Titel.

Montag, 1. Oktober 2018

Neuer Header!


Nicht schön, aber selten! Ich präsentiere den neuen Header für den Blog, gleichzeitig meine ersten Versuche mit Photoshop:



Die Figuren von links nach rechts: Garrett (Thief / Dark Project), Rufus (Deponia), Amaterasu (Okami), Cutter Slade (Outcast), Kazuma Kiryu (Yakuza).

Sonntag, 30. September 2018

Fundstücke: Eingestellte Games von Cauldron


Beim Stöbern auf Youtube bin ich zufälligerweise auf den Account CAULDRON4U gestoßen. Neben interessanten Entwicklungseinsichten zu ihren veröffentlichten Titeln, beispielsweise Chaser oder Battle Isle - Der Andosia-Konflikt, sowie Einblicken in die Historie ihrer Grafik-Engine finden sich außerdem eingestellte Projekte:

7Days


Das Fantasy-Rollenspiel war im Jahr 2001 angedacht.  


Spectac






Die meisten Informationen offenbart das Material zu diesem Stealth-Taktik-Shooter, angesiedelt vor der Mars-Konoliasierung im Chaser-Universum. Das Hauptaugenmerk sollte auf spannenden Schleich-Passagen liegen und die Interaktion mit der Spielwelt sollte eine Rolle spielen. Das Videomaterial entstand in den Jahren 2004 und 2005.


Project Revolution



2008 befand sich ein Third-Person-Shooter in einer postapokalyptischen Welt in Entwicklung.


Dienstag, 21. August 2018

Vergessene Artikel: Ira (PC-Preview)


Dieses von mir verfasste Preview zum PC-Spiel "Ira" habe ich beim Stöbern wieder gefunden. Der Artikel stammt vom 13.02.2016 und basiert auf der Kickstarter-Demo (zum Download). Der Titel befindet sich seitdem weiterhin in Entwicklung. Für weitere Updates zum Projekt geht es hier zur offiziellen Steam-Seite: KLICK.





Verlinkungen wurden überarbeitet

Mittlerweile sind einige der Verlinkungen zu meinen Artikeln nicht mehr schön anzusehen. Aufgrund von Veränderungen der Internetseiten über die Jahre haben auch meine Artikel sehr gelitten, entweder durch unglückliche Formatierungen oder weil sie schlicht und ergreifend offline gegangen sind. Ich habe deshalb meine Sicherheitskopien als PDF/Bilddatei neu hochgeladen.



Im einzelnen betrifft dies folgendes:
- alle Kritiken auf Bereitsgesehen
- Review "Ruiner" auf Konsolenfieber
- alle Kritiken auf ps3-talk
- alle Kritiken auf Gamescrowd
- alle Kritiken auf Spielfalt

Alle Kritiken auf ps3inside sind zwar noch vorhanden, da werde ich aber alternativ die PDF hochladen im ursprünglichen Layout.

Mittwoch, 9. Mai 2018

Konsolenfieber: Forum online!


Nach dem erfolgreichen Relaunch von Konsolenfieber im vergangenen Jahr ist nun auch das Forum verfügbar. Mein Tipp: Anmelden und diskutieren.